Sommerfotografie: Tipps für perfekte Momente im Sommerlicht

Mit unseren Sommerfotografie-Tipps kannst du das Leuchten der Saison festhalten. Erfahre, wie du das beste Licht einfängst, Details erkennst und lebendige Bilder erstellst.

Erinnerst du dich noch an unseren letzten Beitrag über das Fotografieren im Sommer? Wir haben damals einige Tipps geteilt.

Nun, der Sommer ist wieder da, also dachte ich, wir könnten unsere Kenntnisse ein bisschen erweitern.

 

Diesmal sprechen wir über Dinge wie Blendensteuerung, das Einfangen von Reflexionen, die Nutzung von Farben und vieles mehr. Eine tolle Neuigkeit: Die Fotos, die du in diesem Beitrag sehen wirst, stammen von einigen Teilnehmerinnen unseres “Intensiv Onlinekurs-Familienfotografie”. Unten jedes Foto findest du den Namen der Fotografin und einen Link, um sie zu folgen und ihre Arbeit zu unterstützen.

Spielen mit Blende und Layering

Fotografie lernen online

In den dunkleren Wintermonaten sind wir oft darauf angewiesen, mit einer offenen Blende zu fotografieren, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Der Sommer hingegen schenkt uns Licht im Überfluss!

Das erlaubt uns, die Blende zu schließen und das gesamte Bild scharf zu stellen.

 

Stell dir vor, du hast eine Szene mit einem Kind, das im Vordergrund spielt, Eltern, die in der Mitte sitzen, und einen Hund, der im Hintergrund herumtollt. Mit einer geschlossenen Blende kannst du all diese Elemente scharf einfangen und eine komplexe Szene erstellen.

Das Einfangen von Reflexionen

Ob das Spiegelbild eines Kindes, das in einer Pfütze nach einem Sommerregen springt, oder das Lächeln eines Elternteils, das in einer Sonnenbrille reflektiert wird – Reflexionen können einzigartige Erinnerungen an den Sommer festhalten und dabei helfen, die besonderen Momente innerhalb einer Familie einzufangen.

Der Winkel, aus dem du fotografierst, kann das Aussehen der Reflexionen erheblich beeinflussen. 


Versuche, deine Position zu verändern und dich zu bewegen, bis du den Winkel gefunden hast, der die Reflexion auf die gewünschte Weise einfängt.

Welche kameraeinstellungen bei Mittagssonne?

Zuerst einmal, stell deine Blende auf 4 und den ISO-Wert auf 100 ein. Das sind gute Startwerte für die helle Mittagssonne. Dann musst du nur noch die Verschlusszeit anpassen, um die richtige Belichtung zu bekommen.

Hier ist der Trick: Eine schnelle Verschlusszeit von 1/800 oder sogar höher ist meistens super. Das hilft, das helle Licht einzufangen, ohne dass das Bild überbelichtet wird.

 

Wenn du gern einen kleineren Schärfebereich hast, kannst du auch deine Blende öffnen zum Beispiel auf 2,8 und bei der Verschlusszeit eine höhere Zahl einstellen. Je nach Kamera hast du da Spielraum und kannst locker bis f 1/1250 gehen. 

 

Tipp: Belichte lieber etwas unter als über. Wenn du zu viel Licht aufnimmst, können manche Teile des Bildes einfach zu hell werden und es gibt keine Rettung mehr in der Nachbearbeitung. Besonders die Haut kann schnell ausgebrannt aussehen, und das ist nicht das, was wir wollen, oder?

 

Also, probiere es aus und hab keine Angst, ein bisschen mit den Einstellungen zu spielen. Du wirst sehen, dass du mit ein paar Versuchen das perfekte Foto hinbekommst, das selbst die helle Mittagssonne in den Schatten stellt!

Farben zum Leben erwecken

Farbkontraste und Farbharmonien spielen eine wichtige Rolle in der Fotografie. Ein leuchtendes rotes Sommerkleid auf grünem Gras oder die warmen Töne von Sonnenlicht auf der Haut, zusammen mit den kühlen Blautönen von Himmel und Wasser, können deine Bilder mit Leben füllen und Tiefe verleihen.

 

Achten auf Farbkontraste

Farbkontraste können helfen, dein Motiv hervorzuheben und deinem Foto mehr Tiefe zu verleihen. Auf dem Bild unten spielen Kinder auf einer grünen Wiese. Das leuchtende Gelb und Blau des Sommerhuts oder das strahlende Weiß der T-Shirts bilden einen starken Kontrast zum grünen Gras und lenken die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Kinder.

 

Nutze Farbharmonien

Farben, die gut zusammenpassen, können ein Gefühl von Harmonie und Balance in deinem Foto erzeugen. Zum Beispiel könnten die warmen Töne von Sonnenlicht, das auf die Haut deiner Motive fällt, gut mit den kühlen Blautönen von Himmel und Wasser harmonieren.

Fotos bei Mittagssonne harmonisch bearbeiten in Lighroom

Wenn du Fotos bei Gegenlicht aufnimmst, können sie manchmal etwas flach und ausgefranst wirken. Aber keine Sorge, mit dem “Dunst entfernen”-Tool in Lightroom werden sie wieder leuchtend und klarer abgegrenzt. Manchmal werden sie dann etwas orange, dann muss man nochmal etwas an der Whitebalance arbeiten. 

 

Und wenn du einen weichen Filmlook in deinen Bildern haben möchtest, hier ist ein super Tipp:

 

Schraub einfach die Lichter und Schatten runter. Das machst du über den Schatten-Regler für die dunklen Stellen und den Lichter-Regler für die hellen Stellen. Dadurch verringern wir den Kontrast, bringen mehr Zeichnung in die dunklen und hellen Stellen und verändern nicht so sehr die Farben wie wenn wir den Kontrast-Regler bewegen.

Probier es einfach mal aus und hab Spaß mit den Einstellungen in Lightroom! 

Fotos mit gegenlicht in lightroom bearbeiten

Wenn du Fotos bei Gegenlicht aufnimmst, können sie manchmal etwas flach und ausgefranst wirken. Aber keine Sorge, mit dem “Dunst entfernen”-Tool in Lightroom werden sie wieder leuchtend und klarer abgegrenzt. Manchmal werden sie dann etwas orange, dann muss man nochmal etwas an der Whitebalance arbeiten. 

 

Und wenn du einen weichen Filmlook in deinen Bildern haben möchtest, hier ist ein super Tipp:

 

Schraub einfach die Lichter und Schatten runter. Das machst du über den Schatten-Regler für die dunklen Stellen und den Lichter-Regler für die hellen Stellen. Dadurch verringern wir den Kontrast, bringen mehr Zeichnung in die dunklen und hellen Stellen und verändern nicht so sehr die Farben wie wenn wir den Kontrast-Regler bewegen.

Probier es einfach mal aus und hab Spaß mit den Einstellungen in Lightroom! 

Fotos bei Mittagssonne in lightroom bearbeiten

Den Himmel als Hintergrund und den negativen Raum nutzen

Ein klarer, blauer Sommerhimmel kann ein wunderbarer Hintergrund sein und gleichzeitig Raum für Negativraum bieten. Der negative Raum ist ein leistungsfähiges kompositorisches Element in der Fotografie. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf dein Hauptmotiv und kann eine Atmosphäre der Ruhe und Weite erzeugen. Ein klarer Himmel bietet viel negativen Raum, den du nutzen kannst, um deinem Motiv mehr Bedeutung zu verleihen und eine minimalistische Ästhetik zu erzeugen.

Kinderfotografie-am-strand

Achte auf Details

In der dokumentarischen Familienfotografie sind es oft die kleinen Dinge, die eine große Geschichte erzählen. Besonders im Sommer, wenn die Sonne scheint, können Details eine zusätzliche Dimension zu deinen Fotos hinzufügen.

Wenn die Sonne am höchsten steht, werfen kleine Details wie Sandkörner auf der Haut oder das Funkeln in den Augen eines Kindes deutliche Schatten und erzeugen so eine ausgeprägte Textur und Tiefe im Bild. Die starken Kontraste zwischen Licht und Schatten können die Struktur und Form dieser Details hervorheben und ihnen mehr visuelles Gewicht verleihen.

Manueller Modus statt Automatik

Gerade bei starkem Sonnenlicht kann dies zu über- oder unterbelichteten Bildern führen. 

Fotografieren unter direktem Sonnenlicht kann eine Herausforderung sein. Die Sonne produziert starkes Licht und harte Schatten, die es schwierig machen können, die richtige Belichtung zu erzielen und Details in den Schatten und Lichtern zu bewahren. Hier kommt der manuelle Modus ins Spiel.

Im Automatikmodus versucht die Kamera, eine durchschnittliche Belichtung über das gesamte Bild zu erzielen. Dies kann jedoch unter starkem Sonnenlicht problematisch sein, da die Kamera dazu neigen kann, das Bild zu überbelichten (zu hell machen) oder zu unterbelichten (zu dunkel machen). Im manuellen Modus hast du die volle Kontrolle über die Belichtungseinstellungen und kannst so die Belichtung an das helle Sonnenlicht anpassen. Fotografiere immer in manuellen Modus und nimm selbst die Kontrolle über die Kameraeinstellungen in die Hand. 

Wasser und Spielspaß

dokumentarische Familienfoto-kind-spielt-im-wasser
Foto in Sommer

Nachmittag im Pool oder einfach nur eine fröhliche Wasserschlacht im Hinterhof – Wasser kann in deinen Sommerfotos eine zentrale Rolle spielen. 

Nutze das Wasser nicht nur als Mittel für den Spaß deiner Motive, sondern auch als ein starkes Element in deinen Fotos. 

 

Die reflektierenden Eigenschaften von Wasser können Lichteffekte erzeugen, die deinen Bildern einen magischen Touch verleihen. Die dynamischen Bewegungen von spritzendem Wasser können zudem viel Leben und Energie in deine Aufnahmen bringen.

Nutze eine schnelle Verschlusszeit: Kinder (und Erwachsene!) bewegen sich beim Spielen mit Wasser oft schnell und unvorhersehbar. Mit einer schnellen Verschlusszeit kannst du diese Bewegungen einfrieren und klare, scharfe Bilder erzeugen.

Die Intimität von Hautdetails

Der Sommer bietet zahlreiche Möglichkeiten, intime und emotionale Hautdetails einzufangen. Achte daher darauf, dass die Haut nicht überbelichtet ist und dass die Details klar zu sehen sind.

Katrin

Schütze deine Ausrüstung

Bevor du deine Kamera einpackst und in die Sonne stürzt, lassen Sie uns über einen weiteren wichtigen Aspekt sprechen: Den Schutz deiner Ausrüstung.

Die sommerliche Hitze kann ziemlich hart zu deiner Kameraausrüstung sein, also sei schlau und vorsichtig!

 

Hier sind einige persönliche Tipps, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe:

Bewahre deine Kamera kühl auf:

Versuche, deine Kamera nicht in der prallen Sonne liegen zu lassen. Finde einen schattigen Platz oder benutze eine isolierte Kameratasche, um sie vor der Hitze zu schützen. Das ist echt wichtig!

Schütze deine Objektive:

Du weißt wahrscheinlich schon, dass extreme Hitze und direktes Sonnenlicht das Objektiv deiner Kamera beschädigen können. Eine Sonnenblende oder einfach nur das Abdecken deiner Kamera, wenn du sie gerade nicht benutzt, kann hier Wunder wirken.

Wechsle deine Objektive mit Bedacht:

Ich weiß, dass du manchmal Objektive wechseln musst, aber versuche es möglichst schnell zu machen. So verhinderst du, dass Staub und Feuchtigkeit in die Kamera gelangen. Du willst sicherlich keine unerwünschten “Gäste” in deiner Kamera haben!

Achte auf deinen Kameraakku:

Es mag überraschend sein, aber Hitze kann den Akku deiner Kamera schneller entladen. Halte daher immer einen Ersatzakku bereit und versuche, die Kamera auszuschalten, wenn sie nicht in Gebrauch ist.

Fotografieren unter der vollen Mittagssonne: Nutze den Schatten zu deinem Vorteil!

Wenn du nur einen Tipp aus diesem Text in Erinnerung behälst, hoffentlich diesen, denn er wird dir wirklich immer helfen, unter voller Sonne bessere Fotos zu machen!

 

In Deutschland (und auch anderen Ländern in Europa) haben wir das Glück, dass die Sonne nie genau über dem Kopf steht, sondern immer leicht schräg oder leicht versetzt. Dies liegt an physikalischen Gründen und daran, dass wir uns nicht am Äquator befinden.

 

Warum der Schatten so wichtig ist

Genau das ist super, denn wir können diesen Schatten nutzen, um wundervolle Fotos zu machen! Ich persönlich fotografiere immer gerne gegen die Sonne, und hier ist mein Trick: Schaut, wohin der Schatten einer Person auf dem Boden fällt, und stellt euch dann genau in diese Richtung, in die der Schatten zeigt.

 

Das Ergebnis: Natürliche Hauttöne und entspannte Gesichter

Warum ist das so hilfreich? Wenn ihr so positioniert seid, hat die Person keine harten Schlagschatten unter den Augen und der Nase. Sie muss nicht die Augen zusammenkneifen, weil sie in Richtung Sonne schaut, sondern hat ihren eigenen Schatten im Gesicht. Dies macht die Hauttöne schön gleichmäßig und die Augen entspannt geöffnet. Und auch die Hauttöne sehen gleich viel gleichmäßiger und natürlicher aus, wenn sie im (eigenen) Schatten liegen und nicht voll von der Sonne angestrahlt werden.

 

Schatten nutzen, um die Augen zu schützen

Übrigens werdet ihr feststellen, dass sich die meisten Kinder und Erwachsenen ganz automatisch so positionieren, weil die Sonne zu sehr blendet. Ihr könnt also sicher sein, dass ihr mit diesem Trick schöne und authentische Aufnahmen erzielt und nicht anleiten müsst, sondern ganz natürliche Momente aufnehmen könnt.

 

 

Also probiert es aus und nutzt den Schatten zu eurem Vorteil! Fotografiert gegen die Sonne und stellt euch in die Richtung des Schattens. Ihr werdet erstaunt sein, wie viel schöner eure Fotos dadurch werden.

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