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5 kreative Projekte für 2024, mit denen du dich als Fotografin entwickeln kannst

Viele von uns nehmen sich zum neuen Jahr Dinge vor. Etwas neues lernen, sich endlich als Fotografin selbstständig machen, die Kamera im manuellen Modus bedienen lernen, kreative Fototechniken ausprobieren oder den eigenen fotografischen Stil entwickeln. Und ganz egal, ob du einfach als Mama deine Kinder fotografierst oder seit vielen Jahren Hauptberuflich dokumentarisch Familien fotografierst, kreative Projekte sind immer ein großartiger Weg um sich fotografisch zu entwickeln. Und kreativ zu bleiben, wieder die Freude an der Fotografie neu entdecken, in dem wir etwas neues probieren oder uns einer Herausforderung stellen. 

 

Lasst uns die Fotografie nicht nur als unser Handwerk, sondern als unsere Sprache, unsere Leidenschaft, unser Ventil sehen.

In diesem Artikel teile ich mit euch 5 kreative Fotoprojekte, ich entweder schon immer mal ausprobieren wollte oder die ich schon als Projekt umgesetzt hab. Projekte, die uns inspirieren sollen, neues Terrain zu betreten, unseren Stil zu verfeinern und unsere Geschichten auf eine neue Weise zu erzählen.

Egal, ob ihr bereits voller Ideen seid oder noch nach dem Funken sucht, der euch inspiriert – ich hoffe, ihr findet hier etwas, das ihr dieses Jahr umsetzten möchtet, von dem ihr inspiriert werdet und womit ihr euch als Fotografin entwickeln könnt!

 

365 Tage, 365 Fotos: Dein Jahr in Bildern

Eine große Herausforderung, die von vielen Familienfotografinnen, die ich kenne, den Anfang gemacht hat:

Sich selbst herauszufordern, jeden Tag ein Foto zu machen – ein ganzes Jahr lang. Das klingt nach einer Mammutaufgabe (ist es auch), aber glaubt mir, es etwas, das euch als Fotografin so viel bringen wird! Ein Foto pro Tag, und am Ende des Jahres habt ihr nicht nur einen riesigen Schatz an Erinnerungen, sondern ihr werdet euer fotografisches Können enorm entwickelt haben. 

 

 

Was ist das 365-Tage-Projekt?

 

Jeden Tag, egal ob Sonnenschein oder Regen, egal ob ihr super motiviert seid oder euch eher nach Sofa fühlt, nehmt ihr eure Kamera und macht ein Foto. Es geht hier nicht um Perfektion, sondern darum, euren Alltag, eure Umgebung, euer Leben einzufangen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die die schönsten Bilder ergeben.

 

Fokus? Ja, aber locker bleiben!

 

Ein Fokus bzw. ein Thema kann helfen, klar. Vielleicht wollt ihr jeden Tag etwas fotografieren, was euch glücklich macht, also sozusagen ein Glückstagebuch in Bilderform (das hab ich mal gemacht) oder ihr nehmt euren Familienalltag als Thema und bekommt am Ende ein dokumentarisches Zeitdokument eures Jahres.

 

Oder wie wäre es mit ‘Licht’ als Thema, um euren Blick für die Schönheit um euch zu schärfen und zu lernen, mit allen Lichtarten großartige Bilder zu machen?

Ihr könnt auch mit verschiedenen Kompositionstechniken spielen.

 

Es muss nicht immer ein fester Fokus sein. Manchmal ist es gerade das Ungeplante, das Überraschende, das eure Kreativität so richtig anfeuert. Mir persönlich hilft ein Fokus oder Thema an so einem Projekt dran zu bleiben, bei jemand anderem ist es vielleicht genau andersherum. You do you!

 

Warum es euch als Fotografin weiterbringt ein kreatives Fotoprojekt umzusetzen

 

Und als FotografIn meine ich jetzt alle, die Fotografieren, egal ob ihr es beruflich oder privat tut. Ein Projekt “zwingt” euch, aktiv zu bleiben, zu experimentieren, auch an Tagen, an denen ihr es vielleicht nicht so ‘fühlt’. Es trainiert euer Auge, eure Kreativität, eure Fähigkeit, im Alltäglichen das Besondere zu sehen. Und es macht euch flexibler, spontaner in eurem fotografischen Ausdruck.

 

Und was kommt am Ende dabei raus?

 

Stellt euch vor, das Jahr ist rum und ihr habt 365 Bilder, die eure Geschichte erzählen, eure Sicht auf die Welt, eure kleinen und großen Momente. Wie cool wäre es, daraus ein Fotobuch zu machen? Ein Buch, das nicht nur eure Entwicklung als Fotografin zeigt, sondern auch ein ganz persönliches Tagebuch eures Jahres ist.

 

Also, traut euch!

 

Fotoprojekt für Familienfotografen 365 Tage Fotoprojekt

Ich habe letztes Jahr ein 365 Tage Projekt zu einer bestimmten Stunde am Tag gemacht und versucht jeden Tag zur selben Stunde ein Bild zu machen. Wie gesagt, mir hilft so eine Art Beschränkung sehr.

Ich hab es nicht geschafft wirklich jeden einzelnen Tag ein Bild zu machen aber ich habe quer durchs Jahr und alle Jahreszeiten Bilder zu genau dieser Stunde. Und es ist eine meiner liebsten Fotoprojekte geworden! 

Ich werde es dieses Jahr ganz sicher weiter führen! 

Einen Ort Portraitieren

Schon seit einigen Jahren fotografiere ich in allen Jahreszeiten das Haus auf dem Berg, den Hof von meinen Eltern. Nach den ersten zwei Jahren ist mein erstes Fotobuch daraus entstanden und dazu hatte ich hier eine Ausstellung in einer kleinen Gallerie. Das war so eine schöne Erfahrung und obwohl das Buch und die Ausstellung schon einige Jahre her sind, fotografiere ich diesen Ort immer noch weiter. Ohne konkretes Ziel oder Zweck. Für mich ist es einfach ein Thema, mit dem ich mich fotografisch gern auseinander setze. 

 

Sich so einem bestimmten Ort so intensiv fotografisch zu widmen finde ich sehr inspirierend! 

Ich habe auch noch ein zweites ähnliches Fotoprojekt mit dem Berg vor meinem Fenster. Es ist ein und der selbe Berg, den ich seit vielen Jahren von ein und der selben Stelle fotografiere. Jetzt wo ich es schreibe, fällt mir auf, dass sich das recht langweilig lesen könnte, haha. Aber für mich ist es spannend und inspirierend, wie sich dieser Berg minütlich ändert, je nach Licht, Tageszeit und Jahreszeit. 

Ihr seht, Begrenzug ist für mich auch hier eine große Inspiration, sich auf nur einen Ort (oder wie bei dem Projekt vorher auf nur eine Stunde) zu konzentrieren, hilft, neue Ebenen zu entdecken. Uns sehr achtsam und tief mit etwas zu beschäftigen. Und ich denke, das ist etwas, von dem unsere Fotografie sehr profitiert. Oft haben wir ja nicht die Ruhe uns so intensiv und achtsam mit unseren Objekten zu beschäftigen.

 

 

kreatives Fotoprojekt als Fotograf
kreatives Fotoprojekt als Familien Fotograf

Ein Jahr voller fotografischer Entdeckungen: Monatliche Kompositions-Challenges

 

Ein weiteres kreatives Projekt, das wunderbar als 365-Tage-Projekt umgesetzt werden kann, ist es, sich jeden Monat auf eine bestimmte Kompositionstechnik zu fokussieren. Ihr wisst ja, im Alumni Circle, unserer fantastischen Online-Community von dokumentarischen Fotografinnen, die unseren 12-Wochen-Intensivkurs absolviert haben, haben wir diese monatliche Challenge. Hier stellen wir uns jeden Monat einer neuen fotografischen Herausforderung.

Und gemeinsam ist man motivierter und inspirierter, auch neues auszuprobieren oder sich eben der Challenge zu stellen, beim fotografieren bewusst Kompositionen zu wählen, die wir vielleicht intuitiv in dem Moment nicht gewählt hätten. Aber auch wenn du nicht im Alumni Circle bist, kannst du dir so eine Challenge selbst stellen. Vor allem, wenn du noch eher am Anfang deiner Fotografie stehst, wird dich so ein Jahr durch die Kompositionstechniken extrem weiter bringen!

 

Deine Monats-Challenges: Einfach erklärt

 

Januar – Die Drittelregel

Stell dir dein Bild als durch zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in neun gleich große Teile geteilt vor. Platziere deine Hauptmotive an den Punkten, wo diese Linien sich kreuzen. So entsteht ein ausgewogenes, natürlich wirkendes Bild.

Februar – Goldene Spirale

Die goldene Spirale ist eine Kurve, die sich von außen nach innen windet. Stell dir diese Spirale auf deinem Bild vor und platziere das Hauptmotiv am Ende der Spirale. Das führt den Blick des Betrachters auf natürliche Weise zu diesem Punkt.

 

 

 

März – Leitlinien

 

Suche nach Linien in deiner Umgebung – wie Straßen, Zäune oder Baumreihen. Nutze diese Linien in deinen Fotos, um den Blick des Betrachters auf dein Hauptmotiv zu lenken. Sie sind wie Wegweiser in deinem Bild.

 

April – Symmetrie

 

Halte Ausschau nach Spiegelungen oder Szenen, die sich gleichmäßig aufteilen lassen. Symmetrie schafft Ruhe und Ordnung in deinem Bild und fasziniert das Auge des Betrachters.

 

Mai – Rahmen im Bild

Verwende Elemente wie Fenster, Türen oder Äste, um einen natürlichen Rahmen um dein Hauptmotiv zu schaffen. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf das Motiv und gibt dem Bild Tiefe.

 

Juni – Gleichgewicht

 

Achte darauf, dass dein Bild eine ausgewogene Mischung aus Elementen im Vordergrund und Hintergrund hat. Das schafft ein Gefühl der Tiefe und macht das Bild interessanter.

 

Juli – Regel der ungeraden Zahlen

 

Gruppiere Objekte in deinem Bild in ungeraden Zahlen wie drei oder fünf. Das schafft eine ausgewogenere und angenehmere Komposition als gerade Zahlen.

 

August – Negativraum

 

Lasse bewusst große Teile deines Bildes leer, wie den Himmel oder eine leere Wand. Dieser ‘Negativraum’ hebt dein Hauptmotiv hervor und schafft ein Gefühl der Offenheit.

 

September – Perspektivenwechsel

 

Ändere deine Position beim Fotografieren. Fotografiere von oben herab, von unten nach oben oder aus einer Ecke. Das bringt Abwechslung und Spannung in deine Bilder.

 

 

Oktober – Froschperspektive

 

Gehe in die Hocke oder lege dich sogar auf den Boden, um aus der Perspektive eines Frosches zu fotografieren. Das verleiht deinen Bildern eine dramatische Wirkung und zeigt die Welt aus einer ganz anderen Sicht.

 

November – Vogelperspektive

 

Suche eine erhöhte Position, wie eine Brücke oder ein hohes Gebäude, hebe die Kamera über deinen Kopf oder steige auf einen Stuhle und fotografiere von dort aus nach unten. 

 

Dezember – Mikrokompositionen

 

Konzentriere dich auf die kleinen Details in einer größeren Szene. Versuche, mehrere Interaktionen oder Ereignisse in einem Bild festzuhalten, wobei jedes für sich eine eigene kleine Geschichte erzählt.

 

Wenn du mehr über Kompositionstechniken lernen möchtest und darüber, wie man richtig gute Bilder macht, dann komm in unseren Onlinekurs über Familienfotografie!

 

Gemeinsam Kreative Bilder Ideen Entwickeln: Das Foto-Antwort-Projekt

 

Eine wirklich gute Methode, wenn ihr so richtig kreativ werden möchtet und euch von alten Mustern befreien wollt, ist ein Fotoprojekt mit jemand anderem, bei dem ihr euch gegenseitig inspiriert. Einer von euch macht ein Foto und der andere antwortet mit einem eigenen Bild, das irgendein Element des vorherigen aufnimmt.  Und dann wieder andersrum. Klingt spannend, oder? Es ist wie ein kreatives Pingpong-Spiel mit euren Kameras!

Das Tolle daran ist, dass ihr dabei richtig kreative Bilder schafft. Ihr könnt daraus Dyptichons erstellen – das sind diese Bildpaare, die zusammen eine Geschichte erzählen. Super, um eure Fähigkeiten zu erweitern und neue Perspektiven zu entdecken. Und ein tolles Projekt um mal wirklich freier zu fotografieren und sich auf neues einzulassen.

Selbstporträts: Ein Fenster zu deiner Seele

 

Selbstporträts sind so eine schöne Möglichkeit, uns kreativ auszudrücken und gleichzeitig tiefer in unser eigenes Ich einzutauchen. Viele KünstlerInnen nutzen sich selbst als Model, um Emotionen, Gedanken und Momente festzuhalten. Es ist eine Reise zu dir selbst, eine Chance, dich aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Und nicht zuletzt: auch endlich selbst mal mit aufs Bild zu kommen!

 

 

Selbstporträts als kreativer und therapeutischer Ausdruck

 

Selbstporträts sind mehr als nur ein Foto von dir. Sie sind Ausdruck deiner Identität, deiner Emotionen und deiner Geschichte. Für uns als fotografierende Mütter und Fotografinnen bieten sie eine großartige Gelegenheit, nicht nur Momentaufnahmen des Familienlebens zu schaffen, sondern auch selbst sichtbar zu werden – in den Familienalben und den Erinnerungsfotos.

 

 

Unser Online Fotokurs über Selbstportraits für Fotografinnen und fotografierende Mütter

 

Wenn du dieses kreative Projekt in Angriff nehmen möchtest, ist unser Selbstportrait-Onlinekurs genau das Richtige für dich. In diesem Kurs lernst du, wie du dich und deine Familie authentisch in schönen und echten Erinnerungsfotos einfangen kannst.

 

Der Kurs richtet sich an Fotografinnen und fotografierende Mütter, die sich künstlerisch und therapeutisch mit Selbstporträts auseinandersetzen möchten. Du lernst, wie du deine eigenen Gefühle und Momente künstlerisch verarbeitest und wie du durch die liebevolle Linse der Kamera dich selbst neu entdecken kannst.

 

Was der Kurs bietet

 

In unserem Kurs zeigen dir Selbstportrait Künstlerinnen, wie sie ihre Selbstportraits planen, technisch umsetzen und ihre Kinder mit einbeziehen. Du erhältst praktische Anleitungen und Schritt-für-Schritt-Anweisungen für deine eigenen Selbstporträts. Von der Planung bis zur Bildbearbeitung – wir begleiten dich auf jedem Schritt deines kreativen Weges.

 

Selbstportraits sind nicht nur Liebesbriefe an dich selbst; sie sind auch ein mächtiges Werkzeug, um Sichtbarkeit zu schaffen und deine eigene Geschichte zu erzählen. In unserem Kurs entdeckst du, wie du die Magie des Alltags einfängst und wie du durch Selbstportraits deine innere Welt festhalten kannst.

 

Mach dich sichtbar – Erzähle deine Geschichte

 

Dieser Kurs ist deine Einladung, sichtbar zu werden und deine persönlichen Themen künstlerisch zu verarbeiten. Es ist eine Investition in deine künstlerische Entwicklung, ein Schritt hin zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe.

 

Melde dich an und entdecke die spannende Welt der Selbstporträts. Lass dich inspirieren, lerne von erfahrenen Fotografinnen und werde zur Geschichtenerzählerin deines eigenen Lebens.

 

Der Selbstportrait-Fotokurs ist ein kraftvolles Werkzeug für alle Fotografinnen und fotografierenden Mütter, die ihre eigene Stimme finden und ihre Geschichte auf eine neue, authentische Weise erzählen möchten. Erlebe, wie bereichernd und erhebend es sein kann, dich selbst durch die Linse zu sehen und deine eigene visuelle Erzählung zu schaffen.

 

Von gut zu grossartig: 5 Fotoprojekte für deine Entwicklung

Stell dir mal vor, es ist Ende des Jahres und du schaust zurück auf all die Fotos, die du gemacht hast. Diese Bilder zeigen nicht nur, wie gut du technisch geworden bist, sondern auch, wie du als Künstlerin und Geschichtenerzählerin gewachsen bist.

Denk dran, jedes Foto, das du machst, jede neue Technik, die du ausprobierst, jede Herausforderung, die du annimmst – das ist alles Teil deines Weges. Du wirst damit nicht nur besser, sondern findest auch eine richtig tiefe Verbindung zu deiner Kunst und zu dir selbst.

Sei offen, neugierig und trau dich, dich selbst zu überraschen. Und weißt du was? Teile deine Erlebnisse, deine Erfolge, und ja, auch deine Misserfolge. Jedes Foto, das nicht perfekt ist, bringt dich einen Schritt weiter und macht dich besser.

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