Eine große Herausforderung, die von vielen Familienfotografinnen, die ich kenne, den Anfang gemacht hat:
Sich selbst herauszufordern, jeden Tag ein Foto zu machen – ein ganzes Jahr lang. Das klingt nach einer Mammutaufgabe (ist es auch), aber glaubt mir, es etwas, das euch als Fotografin so viel bringen wird! Ein Foto pro Tag, und am Ende des Jahres habt ihr nicht nur einen riesigen Schatz an Erinnerungen, sondern ihr werdet euer fotografisches Können enorm entwickelt haben.
Was ist das 365-Tage-Projekt?
Jeden Tag, egal ob Sonnenschein oder Regen, egal ob ihr super motiviert seid oder euch eher nach Sofa fühlt, nehmt ihr eure Kamera und macht ein Foto. Es geht hier nicht um Perfektion, sondern darum, euren Alltag, eure Umgebung, euer Leben einzufangen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die die schönsten Bilder ergeben.
Fokus? Ja, aber locker bleiben!
Ein Fokus bzw. ein Thema kann helfen, klar. Vielleicht wollt ihr jeden Tag etwas fotografieren, was euch glücklich macht, also sozusagen ein Glückstagebuch in Bilderform (das hab ich mal gemacht) oder ihr nehmt euren Familienalltag als Thema und bekommt am Ende ein dokumentarisches Zeitdokument eures Jahres.
Oder wie wäre es mit ‘Licht’ als Thema, um euren Blick für die Schönheit um euch zu schärfen und zu lernen, mit allen Lichtarten großartige Bilder zu machen?
Ihr könnt auch mit verschiedenen Kompositionstechniken spielen.
Es muss nicht immer ein fester Fokus sein. Manchmal ist es gerade das Ungeplante, das Überraschende, das eure Kreativität so richtig anfeuert. Mir persönlich hilft ein Fokus oder Thema an so einem Projekt dran zu bleiben, bei jemand anderem ist es vielleicht genau andersherum. You do you!
Warum es euch als Fotografin weiterbringt ein kreatives Fotoprojekt umzusetzen
Und als FotografIn meine ich jetzt alle, die Fotografieren, egal ob ihr es beruflich oder privat tut. Ein Projekt “zwingt” euch, aktiv zu bleiben, zu experimentieren, auch an Tagen, an denen ihr es vielleicht nicht so ‘fühlt’. Es trainiert euer Auge, eure Kreativität, eure Fähigkeit, im Alltäglichen das Besondere zu sehen. Und es macht euch flexibler, spontaner in eurem fotografischen Ausdruck.
Und was kommt am Ende dabei raus?
Stellt euch vor, das Jahr ist rum und ihr habt 365 Bilder, die eure Geschichte erzählen, eure Sicht auf die Welt, eure kleinen und großen Momente. Wie cool wäre es, daraus ein Fotobuch zu machen? Ein Buch, das nicht nur eure Entwicklung als Fotografin zeigt, sondern auch ein ganz persönliches Tagebuch eures Jahres ist.
Also, traut euch!