Author picture

Kinder natürlich fotografieren statt „Sag mal Spaghetti“

Es ist vielleicht eine steile These, aber wir glauben wirklich: „Sag mal Cheese“-Bilder klauen uns Erinnerungen.

Weil genau in dem Moment, in dem wir sagen

„Guck mal hier!“, „Jetzt lächeln!“

… der eigentliche Moment, den wir erinnern wollten verloren geht.

Wenn du dir das lieber anschauen möchtest, findest du hier das Video:

Warum gestellte Fotos oft nicht das zeigen, woran wir uns erinnern wollen

Da ist plötzlich dieser eine Moment mit deinem Kind. Es lacht, ist völlig im Spiel versunken oder kuschelt sich an jemanden, den es liebt, und du merkst sofort, dass du genau das festhalten willst. Nicht, weil alles perfekt aussieht, sondern weil es sich so echt anfühlt. So voller Nähe, Verbindung und Liebe.

Und dann machen wir oft etwas, das total menschlich ist. Wir reagieren. Wir sagen sowas wie: „Oh mein Gott, wie süß seid ihr“, und genau in dem Moment verändert sich oft schon die ganze Szene. Alle drehen sich zur Kamera, lächeln, und ja, dann hast du ein Foto. Aber oft eben nicht mehr den Moment, an den du dich eigentlich erinnern wolltest.

Familienreportage Dokumentation

Das Problem ist nicht nur das Foto, sondern auch die Unterbrechung

Was wir in diesem Moment machen, ist eigentlich eine kleine Inszenierung. Wir verwandeln etwas Echtes in eine Mini-Performance. Und damit passiert etwas Entscheidendes: Wir verlassen den Moment, den wir eigentlich festhalten wollten.

Das Gefühl ist weg.
Die Verbindung ist weg.

Zurück bleibt ein „Vorzeigebild“.

Wir fotografieren nicht, um zu beweisen, dass wir eine glückliche Familie sind. Wir fotografieren, weil wir uns erinnern wollen, wir Gefühle festhalten wollen und wir zeigen wollen: So hat sich das angefühlt. Denn die Jahre mit unseren Kindern ziehen so unfassbar schnell vorbei.

Was wir unseren Kindern (unbewusst) beibringen

Wenn wir ständig sagen „Guck in die Kamera“ oder „Lächeln“, lernen unsere Kinder etwas. Sie lernen, dass eine Kamera bedeutet, dass sie etwas tun müssen. Dass sie richtig sein müssen. Dass sie performen.

Und plötzlich fotografieren wir nicht mehr das, was gerade passiert. Wir fotografieren nicht mehr echte Emotionen oder echte Verbindung, sondern Verhalten für die Kamera. Dabei wollen wir eigentlich etwas ganz anderes. Wir wollen echtes Lachen, echte Wut, Müdigkeit, Chaos, Nähe. Wir wollen echte Kindheit festhalten. Nicht das perfekte Bild, sondern das ehrliche.

Lustiges Kinderfoto: Kind sprüht Vater mit Wasser voll bei Familienfotoshooting

3 Dinge, die dir helfen, echte Erinnerungen zu fotografieren

1. Deine Kamera muss Teil deines Alltags werden

Natürliches Familienfoto: Mutter umarmt lachend ihr Kind bei Familienfotoshooting

Halte deine Kamera griffbereit, geladen und immer am selben Ort.

Damit du nicht erst suchen musst, wenn der Moment passiert, denn echte Momente warten nicht. Und je öfter die Kamera da ist, desto normaler wird sie für deine Kinder.

2. Hör auf, Dinge zu sagen wie „Guck mal hier“

Natürliche Familienfotografie im Alltag: Papa und Kind spielen ein Spiel bei Fotoshooting

Das ist der wichtigste Punkt. Sobald du sagst: „Schau mal!“ veränderst du den Moment.

Statt das festzuhalten, was passiert erschaffst du etwas für die Kamera.

3. Bleib im Moment, auch wenn du fotografierst

Wenn deine Kinder schon gelernt haben, zur Kamera zu schauen, bleib einfach im Geschehen:

  • spiel weiter
  • sprich weiter
  • sei Teil der Situation

Und fotografiere nur zwischendurch ganz kurz. Dann nimm die Kamera runter und geh wieder zurück in den Moment. Das ist der schnellste Weg zurück zu echten Bildern.

zwei der erfolgreichsten und meist veröffentlichsten Familienfotografinnen Deutschlands: Chiara Doveri und Marcia Friese

Dein Alltag ist dein wichtigstes Fotoprojekt

natürliches Familienfoto: Papa küsst Kind auf die Stirn bei Familienfotoshooting

Dein ganz normaler Alltag ist das wertvollste Fotoprojekt, das du hast.

Nicht der Urlaub.
Nicht das perfekt geplante Shooting.

Sondern:

  • Frühstück im Schlafanzug
  • Spielen auf dem Boden
  • müde Nachmittage
  • kleine Berührungen

Das sind die Bilder, die bleiben.

Und wenn du das wirklich lernen willst…

 

Wenn du spürst, dass du genau diese Art von Bildern willst –
nicht gestellt, nicht perfekt, sondern echt…

Dann zeigen wir dir das Schritt für Schritt in unserem Kurs:
„Kindheitserinnerungen dokumentieren“

Nicht theoretisch. Sondern so, dass es in deinem echten Alltag funktioniert.

Mit Kindern.
Mit Chaos.
Mit echtem Leben.

Unsere letzten Beiträge

Familienfotografin werden ohne Kindergesichter zu zeigen

Familienfotografin werden ohne Kindergesichter zu zeigen

Kannst du Familienfotografin werden, ohne Kindergesichter zu zeigen? So baust du ein starkes Faceless-Portfolio auf und gewinnst passende Familien.

Im Moment sein und trotzdem fotografieren: Wie du echte Momente mit deinen Kindern festhältst, ohne Nähe und Verbindung zu verlieren.​

Im Moment sein und trotzdem fotografieren: Wie du echte Momente mit deinen Kindern festhältst, ohne Nähe und Verbindung zu verlieren.​

Musst du dich entscheiden zwischen im Moment sein und fotografieren? Erfahre, wie du deine Kinder fotografierst und trotzdem im Moment…

Wie du Kinder natürlich fotografieren kannst statt „Sag mal Spaghetti“ Bilder zu machen

Wie du Kinder natürlich fotografieren kannst statt „Sag mal Spaghetti“ Bilder zu machen

Warum „Sag mal Cheese“ echte Erinnerungen verändert und wie du natürliche Momente deiner Kinder festhältst. Lerne, wie du Kinder fotografierst…

Chat