Analoge Fotografie, Erinnerungen und der eigene Blick – Interview mit Lisa Lange
Analoge Fotografie, Erinnerungen und ein eigener Blick: Fotografin Lisa Lange über Handwerk, Mutterschaft und die Kraft persönlicher Bilder.


Zeitgleich während ich meinen Bachelor über Geburtsfotografie geschrieben habe, lief im MoMA in New York eine Ausstellung von Carmen Winant mit gesammelten Privatfotos von Geburt.
Ich konnte die Ausstellung leider nicht besuchen aber zum Glück das wunderbare Buch mit den Bildern in den Händen halten. Das Cover ist ein zusammen gefaltetes Poster von der Collage, wie sie im MoMA hing.
Besonders fand ich die Fragestellung, ob es eine Essenz von Geburt gibt, etwas vereinendes, das jede Frau unter der Geburt erlebt.

Sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich dieses Thema hier beleuchtet ist und ein Einzigartiges Buch zum Thema Frauenrollenbilder und Darstellung von Mutterschaft.

Dieses kleine Büchlein ist ein kleiner, feiner Schatz mit unheimlich guten Wochenbettfotografien.
Die Fotografin Jenny Lewis hat über fünf Jahre einen Tag nach der Geburt Mütter mit ihren Neugeborenen fotografiert.
Es gibt keine Texte zu den Müttern, was mir in diesem Fall besonders gut gefällt. Die Fotografien sind so feinfühlig, sensibel und nah, dass wir eine überwältigende Bandbreite von Emotionen in den Gesichtern der Mütter sehen können. Ein wunderbarer kleiner Bildband über die Transformation in die Mutterschaft.
Unheimlich starke und gute Wochenbettfotografie, eine inspiration für alle, die sich beruflich und fotografisch mit dem Thema Wochenbett und Mutterschaft auseinander setzen aber auch einfach ein kleiner Schatz für alle zum Thema Mutter werden.
Ok, nun kommen wir zu meinem absoluten Lieblingsbuch.
Dieses Buch löst in mir derartige Wohligkeits-schauer aus, einfach weil diese Fotografien so so fantastisch sind.
Dieser Mensch zeigt die Welt wie ich sie sehe.
Jedes Bild, jede Landschaft, jede Farbe, jedes Korn kommt mir so bekannt vor. Wenn ich in diesem Buch blättere, werde ich richtig euphorisch, wie hier Licht gesehen und Stimmung eingefangen sind.

Saison Noires könnt hier bestellen. Und wenn ich noch einen Tip geben sollte: bestellt direkt alle anderen Bücher von ihm mit. Ok. Jetzt muss ich auch nicht mehr erwähnen, dass er mein Lieblingsfotograf ist…

Es gibt kein Buch, das mich so sehr berührt und geprägt hat wie dieses Buch. Meine Fotografie Professorin Wiebke Loeper hat es mir im Studium in die Hand gegeben.
Es hat verändert, wie ich über Fotografie denke und mir beigebracht, was für eine Kraft Fotografie anderen geben kann, wenn man sich verwundbar macht. Wie Familienfotografie sein kann. So ganz anders als alles, was man so im Kopf hat, wenn man Familienfotografie hört.
Dieses Buch ist so feinsinnig und tief und schmerzhaft und wunderschön.
So gesehen ist dies für mich das wichtigste Buch überhaupt, weil es mir mein fotografisches Thema gezeigt hat. Oder vielleicht eher, den Mut sich auch in der Fotografie mit seinem Lebensthema, seinem innersten, tiefsten auseinander zu setzen.
One Circle ist für mich persönlich so bedeutend, aber es ist auch einfach von vorne bis hinten ein unfassbar gut gemachtes Buch. Ich kann mich ja in Details verlieren wie diesem Nachtblauen Vorsatzpapier, in das man regelrecht hineinfällt sobald man das Buch aufschlägt. Und dieser so zurückgenommenen Typografie, die so auf den Punkt und leise ist und diesen Texten so würdigend den Vortritt lässt. Oh überhaupt, diesen Texten. Diese wenigen, kurzen Texte hauen mich jedes Mal völlig um.
Auch wenn dies kein reines Fotobuch ist, sondern auch ein Sachbuch und viele Information an werdende Mütter enthält, so ist es doch ein so einzigartiges Werk an dokumentarischer Fotografie von Geburt und Wochenbett.
Dieses Buch war meine praktische Abschlussarbeit, mit der ich das gesellschaftliche Bild von weiblichen Körpern, weiblicher Stärke und weiblichen Rollenvorbildern verändern wollte.
Das Buch und über 200 Rezensionen kannst du hier ansehen.


Ein Buch in wundervoller Haptik, bis ins Detail durchdrungen wie die Prägung des Titels in den Farben, in die wir durch das Buch immer wieder eintauchen.
Eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Lockdowns in der Corona-Zeit ohne Plakativ zu sein sondern ganz im Gegenteil, mit einer sanften Melancholie, Verständnis und ohne die Sinnlichkeit des Mutter seins aussen vor zu lassen.
Hier gehts zum Buch. Auch dieses Buch ist wahrscheinlich nicht mehr lange verfügbar.
Dieses Buch ist ein wunderschönes Hardcover mit Blindprägung und einem Zusammenspiel aus literarischen Texten und Fotografien der Künstlerin.
Thematisch behandelt das Buch die eigene Mutterschaft in all seinen Facetten. Mal ungeschönt, schwer und einschneidend, mal atemberaubend schön.
Eine wichtige Arbeit zur Darstellung von Mutterschaft und ein wunderschönes Buch, das bis ins kleinste Detail rund ist. (Wie zum Beispiel die Rückseite des Buches unten auf dem Bild).

Andere KünstlerInnen zu entdecken und ihre Werke zu studieren, ihre Bücher zu blättern ist ein großer Teil des Lernprozesses, der nie aufhört!
Viele FotografInnen verlegen ihre Fotobücher in kleinen Auflagen selbst. Deswegen sind Fotobücher Sammlerstücke, die oft hohe Preise auf dem Gebrauchtmarkt erreichen. Das bedeutet, dass wir Fotobücher direkt und bald nach erscheinen bei den KünstlerInnen selbst erstehen sollten, wenn das möglich ist. Sie sind oft nicht sehr teuer, wir unterstützen uns gegenseitig und gewinnen mit der Zeit einen wertvollen Schatz der Inspiration.
Dinge, auf die du beim blättern von Fotobücher achten kannst:
Einsatz von Schrift und Text im Verhältnis zum Bild
Rhytmus der Bilder (Blätterrhytmus)

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Jeden Mittwoch teilen wir dort neue Inspirationen – von Buchempfehlungen über Bildideen bis hin zu ehrlichen Gedanken über das Arbeiten als dokumentarische Familienfotografin.
Es ist ein bisschen wie ein kleines Fotobuch im Posteingang: Texte, die dich innehalten lassen, Tipps, die du direkt anwenden kannst, und Geschichten, die dich daran erinnern, warum wir überhaupt fotografieren.
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