10 RATSCHLÄGE DIE ICH MEINEM 10 JAHRE JÜNGEREN ICH GEBEN WÜRDE

Ich werde oft gefragt, welchen Rat ich mir selbst geben würde und was ich am Anfang meiner Karriere anders machen würde. Hier sind also 10 Ratschläge, die ich der Chiara von vor 10 Jahren geben würde.

1 - Sag nicht zu jedem Shooting “ja”, nur weil du nicht “nein” sagen kannst

Da ich Fotografie studiert habe, hatte ich die Möglichkeit, viele verschiedene Fotostile auszuprobieren, bevor ich mich entschieden habe, welcher der Richtige für mich ist. 

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Wir hatten Stunden in der Fashion-Fotografie, in denen mir klar wurde, wie ungeeignet ich für das Posieren von Menschen bin. 

 

Oder die Kurse in Still-Life-Fotografie, bei denen ich fast eingeschlafen wäre… aber all das hat für mich bedeutet, dass ich nach dem Studium nicht mehr überall herum experimentieren musste und sofort mit dem anfangen konnte, was mir am allerbesten gefallen hat.

Diejenigen die mich kennen wissen jedoch, dass es mir schwerfällt zu jemandem Nein zu sagen. 

 

Obwohl ich anfangs wusste, welche Art von Fotografie ich machen wollte, nämlich dokumentarische Familienfotografie, brach mir der kalte Schweiß aus, wenn ich Anfragen für Porträts oder Bewerbungsfotos bekommen habe. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass ich, wenn ich zu allem Ja sage, zu den Dingen in meinem Leben Nein sage, die mehr Priorität für mich haben. Vor allem jetzt, wo ich Kinder habe, versuche ich viel mehr darauf zu achten, wie ich meine Zeit nutze, wenn ich nicht bei ihnen bin

2 - Erstelle ein super klares Angebot, um Missverständnisse zu vermeiden

Dieser Punkt hängt mit dem vorherigen Punkt zusammen. 

Um zu vermeiden, dass du oft Nein sagen musst, ist es die beste Strategie, dein Angebot so klar wie möglich zu formulieren. 

Ist es klar, welche Art von Dienstleistung ich anbiete? Was müssen die Kunden tun und wie viel kostet es? Jedes Mal, wenn ich mehrere Fragen zum selben Thema erhalte, wird mir klar, dass es an der Zeit ist, die Website mit genau diesen Informationen zu erweitern.

10 Ratschläge die ich meinem 10 Jahre jüngeren Ich geben würde

3 - Berechne die Preise nicht zufällig

Ich erinnere mich noch daran, wie ich meine ersten Preise berechnet habe. Es war 2011, ich war gerade in Berlin angekommen und arbeitete abends als Kellnerin und tagsüber in einem Fotostudio und machte Postproduction. Für 6,5 € pro Stunde (auf Rechnung!) versuchte ich zu verstehen, wie ein Studio in Deutschland funktioniert und dabei Deutsch zu lernen. 

Nach ein paar Monaten, vielen retuschierten Pickeln und keinem gesparten Cent in der Tasche verstand ich, dass ich sofort anfangen musste (wenn auch nur auf Englisch), meine Shootings anzubieten. 

Das Studio nahm 170€ für ein Shooting also würde ich dann 150€ beim Kunden zu Hause nehmen. Ist doch logisch, oder? Einige Monate später wurde mir klar, dass ich noch weniger verdient habe als die paar Euro im Studio, wenn ich Steuern, Kosten, die Reise durch Berlin und die Stunden für Shooting und Postproduktion von diesem Preis abgezogen habe.

In unserem Familienfotografie-Workshop kalkulieren wir gemeinsam live die richtigen Preise für dein Business!

4 - Sage nicht nein zu Möglichkeiten, nur weil du Angst vor dem Versagen hast

Es ist wichtig, dass du weißt, wie du Nein sagen kannst. Aber für mich ist es auch wichtig, immer wieder zu experimentieren und neue Dinge auszuprobieren. 

Und manchmal kann uns die Angst aufhalten, besonders am Anfang. 

 

In der Vergangenheit habe ich wichtige Reportage-Shootings oder interessante Shootings, die den Umgang mit Blitzlicht oder Video erforderten nur abgelehnt, weil ich Angst hatte zu versagen und einen schlechten Eindruck zu hinterlassen, nicht weil ich nicht wollte.

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5 - Marketing, Marketing, Marketing​

Während des Studiums dachte ich, dass man einfach nur gut sein muss, um erfolgreich zu sein. Aber jetzt, wo ich seit über zehn Jahren als Fotografin arbeite weiß ich, dass man nicht weit kommt, wenn man seine Fähigkeiten nicht durch ein Verständnis für Business und Marketing ergänzt.

Leider ist das die harte Realität! Wenn du nicht sichtbar bist, ist es schwierig dich zu finden und dich zu buchen, selbst wenn du die besten Fotos machst. Konzentriere deine Ressourcen schon jetzt auf Networking, SEO und soziale Medien.

6 - Häng dich nicht an das Branding

Manchmal, wenn wir einen schwierigen Weg beginnen müssen der uns vielleicht ein bisschen Angst macht, konzentrieren wir uns auf Dinge, die für die Verwirklichung unseres Projekts nicht wirklich wichtig sind. Das ist beim Branding der Fall. 

Logos, Farben, Designs… all diese Dinge sind wichtig, aber nicht essentiell und sollten nicht 80% deiner Zeit in Anspruch nehmen.

 

In den ersten Wochen, als ich mich entschieden habe, mein eigenes Business zu gründen, habe ich viele Stunden damit verbracht, das perfekte Logo und die perfekte Schriftart zu finden. Ich hatte eigentlich Angst zu starten und wollte, dass alles perfekt ist. 

Jetzt arbeite ich daran zu 80 Prozent mit dem zufrieden sein, was ich erreicht habe und nicht zu viel Zeit in Dinge zu investieren, die ohnehin nur die letzten 20 Prozent des Ergebnisses wären aber dafür 80 Prozent meiner Zeit in Anspruch nehmen. 

Glaube mir, das Ergebnis ist das gleiche.

7- Kaufe keine Ausrüstung, nur weil alle anderen sie haben

Beste Kamera für Familienfotografen

Wenn du anfängst zu fotografieren, willst du nicht mehr ein Paar Ohrringe oder einen schönen Pullover zu Weihnachten, sondern Objektive und Fotoausrüstung. Jedes Mal, wenn du dir ein Foto ansiehst, fragst du dich, welche Ausrüstung der Fotograf benutzt hat und die Wunschliste wird immer länger. 

Ein Fehler, den ich am Anfang gemacht habe ist, dass ich dachte es gäbe einige Objektive die ich einfach haben muss. 

Zum Beispiel das 24-70 oder noch schlimmer das 70-200mm. Letzteres ist in Innenräumen völlig nutzlos und für Outdoor-Shootings kann es nur funktionieren, wenn du eine FotografIn bist, die gern einen großen Abstand zu den Menschen hält, die du fotografierst. Zum Glück habe ich es für einen Tag ausgeliehen und gemerkt, dass es nichts für mich ist. Ich habe das 24-70 gekauft weil ich dachte, dass ich unbedingt ein Teleobjektiv haben muss. Jahrelang habe ich fast ausschließlich mit 35mm und 50mm fotografiert.

8 - Verträge und Versicherungen vom ersten Tag an!

Wenn ich es noch einmal machen müsste, würde ich mich um einen rechtsgültigen Vertrag mit meinen Kunden und eine Versicherung kümmern, die Schäden an der Ausrüstung abdeckt. Damit hätte ich bei einigen Kunden weniger Kopfschmerzen wegen der Nachbearbeitung oder der Anzahl der Fotos gehabt.

Übrigens haben wir aus diesem Grund extra Musterverträge für Familienfotografinnen mit unserem Anwalt erstellt. Hier gehts zu den Musterverträgen für Fotografen im Shop.

 

9 - Setze dir Grenzen und vor allem Ziele

Du kennst sicher die Euphorie, wenn du eine Arbeit machst, die dir Spaß macht. Die Zeit vergeht wie im Flug und schwupps ist es zwei Uhr nachts. 

So waren auch meine ersten Jahre als Fotografin. Ich habe so viele Shootings gemacht wie ich konnte und dann die ganze Nacht an der Nachbearbeitung gearbeitet. 


Als mein erstes Baby geboren wurde, haben sich die Dinge geändert. Ich habe zwar bis eine Woche vor der Geburt weiter fotografiert aber nach der Geburt von Noah habe ich gemerkt, dass ich so nicht weitermachen konnte.

Babyessen beim Familienshooting in Berlin

Ich habe angefangen mich zu fragen, was mich bei der Arbeit glücklich machen würde und mir dafür Ziele zu setzen.

Ich wollte Vormittags arbeiten, Nachmittags mit meinem Sohn frei haben und wie in den Jahren zuvor auh Geld verdienen und dafür brauchte ich Organisation und Struktur. 

Ich habe alle meine Ausgaben neu berechnet und herausgefunden, wie viel ich ganz genau verdienen muss und wie viele Shootings ich dafür machen muss. Sobald ich das verstanden hatte, konnte ich Nein sagen oder die Anfragen auf den nächsten Monat verschieben weil ich wusste, dass ich die gewünschte Anzahl Shootings bereits erreicht hatte.

 

 

10 - Nimm Rücksicht auf deinen Rücken

Der letzte Ratschlag, den ich mir selbst geben würde ist, auf meinen Rücken aufzupassen! Leider war ich noch nie eine Sportskanone und eine Kamera stundenlang um den Hals zu tragen, ist für den Rücken nicht gerade von Vorteil. Jetzt versuche ich, jedes Quartal einen Besuch beim Osteopathen oder Physiotherapeuten einzuplanen, aber die beste Lösung ist definitiv, in Bewegung zu bleiben. 

Das sind die Ratschläge, die ich Chiara vor zehn Jahren geben würde. Ich hoffe, sie werden dir nützlich sein!

 
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